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aufgemöbelt
Christian Bilger | kinetic | collage | video

Eröffnung | Freitag 20. August 2021 | 19 Uhr
21. August 2021 — 18. September 2021

Christian Bilger zeigt bei oqbo in seiner Einzelausstellung "aufgemöbelt" Kinetisches, Collagen und Video.
Der Titel lässt ahnen, dass etwas verbessert, Altes neu gemacht, wieder verwendet oder aufgehübscht wurde.
Bilger bedient sich seines langjährigen Material- und Technikfundus, baut und arrangiert neu. Die zentrale Arbeit im Galerieraum, eine zweiteilige hölzerne Maschine, steht mittig im Raum und fährt ihre stoischen gegensätzlichen Bewegungen ab.
Das Zweier-Ensemble mit fast barocken, verspielten Elementen ist eine Metapher für Mechanik, Statik und Dynamik als bewegtes Bild.
Unterschiedliche Materialien treffen aufeinander, aus alten Arbeiten entliehene technische Antriebe tauchen in neuen Zusammenhängen wieder auf, neue Antriebe bewegen altes Material.
Im hinteren Raum hängen neue Collagen, gefertigt aus Tageszeitungen, deren Typografie wird auseinandergenommen, zu inhaltslosen Liniengeflechten neu arrangiert.
Auf dem Weg hinab ins Kabinett löst sich die Passform einer der Maschinen aus dem Galerieraum von der Wand und schraubt sich in den Raum.
Unten läuft ein dreiminütiger Videoloop als Essenz der obigen Collagen. Hier ist das haptische Kleben vergessen, die Strukturen mäandern digital.
Es gibt keinen roten Faden, dafür ein kleines gestricktes, verknotetes Knäuel. Auseinandernehmen und neu zusammenfügen, ist der Kern.




VORSCHAU / UPCOMING







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OQBO ZU GAST IM GARTEN VON lesArt
DAS BERLINER ZENTRUM FÜR KINDER- UND JUGENDLITERATUR
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Übersetzen heute / Ein Gespräch mit Claudia Hamm, Verena von Koskull und Frank Sievers

Moderation: Richard Stoiber
Mittwoch 15. September 2021 | 19 Uhr / Einlass 18 Uhr

Viel zu selten stehen Übersetzer*innen im Rampenlicht der ersten Seiten des Feuilleton. Meist finden sich ihre Namen kleingedruckt im Inneren ihrer übersetzten Bücher. Im Frühjahr dieses Jahres war das anders, da ging eine Diskussion um die Welt wie die Übertragung eines Textes, in diesem Fall ging es um das Gedicht The Hill We Climb von Amanda Gorman, am besten zu bewältigen sei. Wie empfindlich dieser Vorgang in einer um sich greifenden Cancel-Kultur ist, die inzwischen sogar nicht mehr davor zurückschreckt, einer Autorin das Recht darauf abzusprechen, selbst zu entscheiden, wer ihre Texte übersetzen soll, las man in den aufgebrachten Stellungnahmen der meisten namhaften Zeitungen. Wer soll, wer darf Texte übersetzen?

Übersetzungen sind nie identisch. Das Original ist das eine, das andere die Übertragung in eine andere Sprache, die automatisch immer etwas anderes ist als das Original. Wie geht übersetzen und wie kreativ gehen Übersetzer*innen diesem anspruchsvollen Beruf nach? An diesem Abend werden die drei preisgekrönten Übersetzer*innen Claudia Hamm, Verena von Koskull und Frank Sievers im Gespräch mit Richard Stoiber versuchen Antworten zu geben. Wir möchten mit der Diskussionsrunde den großen Beitrag würdigen den Übersetzer*innen in allen Ländern zur Kultur leisten.

Sie haben am Abend die Gelegenheit die aktuelle Ausstellung Von Marrakesch bis Bagdad – Illustrationen aus der arabischen Welt in der LesArt zu besuchen. Die Arbeiten der aus Ägypten, dem Irak, dem Libanon, dem Sudan bzw. Syrien stammenden Künstler*innen Fadi Adleh, Said Baalbaki, Salah Elmur, Simar Halwany, Hanane Kai, Intelaq Mohammed Ali, Walid Taher, Hassan Zahreddine spiegeln die Vielfalt der Illustrationskunst im arabischsprachigen Raum wider. Im begleitenden Projekt Arabische Bilder(buch)welten übersetzen entstanden u. a. 12 Übersetzungen von Bilderbuchtexten aus dem Arabischen ins Deutsche, die Teil der Ausstellung sind.

https://www.lesart.org/ausstellungen/










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Beute / Ein Gespräch mit den Herausgeber*innen Philippa Sissis, Merten Lagatz, Robert Skwirblies und Lektorin Magdalena Schrefel

Freitag 17. September 2021 | 18:30 Uhr

Seit 2017 forscht die Forschungsgruppe "translocations" am TU-Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne zu Kulturgutverlagerungen unter asymmetrischen Machtverhältnissen, über das Nehmen, Aneignen und Zurückgeben von Kulturgütern. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler*innen nun, erzählt anhand von Text- und Bildquellen aus über 2000 Jahren Menschheitsgeschichte, erstmalig in dem Bildatlas und der Anthologie zu Kunstraub und Kulturerbe "BEUTE" auch für eine breitere Öffentlichkeit zusammengetragen. Zum einen der Bildatlas, herausgegeben von Bénédicte Savoy, Merten Lagatz, Philippa Sissis und das Pendant zum großen Bildatlas die Anthologie zu Kunstraub und Kulturerbe, herausgegeben von Bénédicte Savoy, Robert Skwirblies, Isabelle Dolezalek.

Weltgeschichte in Bildern neu erzählt: vom wechselhaften Leben der Objekte zwischen Erwerb, Entwendung und Restitution. Im Zentrum steht die Ikonographie von »Beutenahmen« und »Entwendungen«, »Beschlagnahmungen«, »Zwangsgaben« oder schlicht und einfach: Raubgütern. Erzählt wird Weltgeschichte hier nicht nur über Objekte im Kontext ihrer Entstehung oder Präsentation, sondern im Spiegel der wechselhaften Eigentumsverhältnisse, in denen sie sich befanden, und der Besitzansprüche, die an sie gestellt werden. Diese den Gegenständen eingeschriebenen Beziehungen sind bis heute geprägt von Macht- und Überlegenheitsansprüchen. Und: Weltgeschichte kann nicht ohne Kolonialismus erzählt werden, die europäische Moderne nicht ohne Rassismus. Dieser verblüffende Bildatlas enthüllt diese Geschichte und zeigt, dass über alle Zeiten hinweg Darstellungen solcher Entwendungen auch Unrecht dokumentiert haben.

Vorgestellt werden die beiden Bände von den Herausgeber*innen Philippa Sissis, Merten Lagatz, Robert Skwirblies und der Lektorin Magdalena Schrefel

Merten Lagatz studierte Kunstwissenschaft, Theaterwissenschaften und Neuere deutsche Literatur. Er koordinierte zwischen 2017 und 2020 den Forschungscluster translocations und arbeitet an der Technischen Universität Berlin zu Cultural Activism, queeren Kollektiven und den Künsten im Jetzt.

Philippa Sissis studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Berlin und Paris. Sie promovierte über das SchriftBild von Renaissance-Manuskripten. Seit 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungscluster translocations.

Robert Skwirblies ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Kunstgeschichte der Moderne der TU Berlin und forscht zu Kunsthandel, Sammlungs- und Museumsgeschichte im 18. und 19. Jahrhundert. Er ist PostDoc Fellow im Forschungscluster translocations.

Magdalena Schrefel, in Wien geboren, studierte nach längeren Arbeitsaufenthalten in Vukovar und Göteborg Europäische Ethnologie an der Universität Wien und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.









all_go_rhythm_ _ _ This is
a free concert

Über das Schreiben und Zeichnen von Sound

organisiert von Dirk Lebahn & Stefan Römer



Eröffnung \ Freitag 24. September \ 19 Uhr
25. September — 30. Oktober 2021




Peter Ablinger \ Ursula Bogner \ Thomas Brinkmann \ Andreas Bülhoff & Marc Matter \ Daniel Door \ Arnold Dreyblatt \ Alessandra Eramo \ The Ghosts of Nothing \ Jasmine Guffond \ Jan Jelinek \ Sven-Åke Johansson \ Johannes Kreidler \ Felix Kubin \ Frau Kraushaar \ Zoë Mc Pherson \ Cosey Müller \ Mads Emil Nielsen \ Andreas Reihse \ Julia Reidy \ Stefan Römer \ Aura Rosenberg \ Schlammpeitziger \ Conrad Schnitzler & Wolfgang Seidel \ Nika Son \ Asmus Tietchens \ Jan St. Werner \ Miki Yui \ Joseph Young



Live Talk-, Screening- und Listening-Sessions In dieser ausstellungsbegleitenden Reihe spricht Stefan Römer mit eingeladenen KünstlerInnen über ihre spezifische Komposition und wie sich dazu der Sound und die Inhalte verhalten, entweder gefolgt von einem Live-Set oder das Gespräch wird mit vielen Hörbeispielen gemischt.


O P E N I N G
Freitag 24. September \ 20 Uhr
Andreas Reihse
ist Gründer der Band Kreidler, veröffentlicht in einer Vielzahl von musikalischen Kontexten und komponiert Filmmusik u. a. für Heinz Emigholz oder Fette Sans Gespräch mit DJ-Set


K O N Z E R T
Freitag 1. Oktober \ 19 Uhr
Alessandra Eramo
ist eine Stimmperformerin und Elektromusikerin aus Berlin
Gespräch mit anschließendem Live-Set


\ 20:30 Uhr
Daniel Door
ist ein Noise- und Livecode-Musiker aus München
Gespräch mit anschließendem Live-Set


F I L M S C R E E N I N G
Sonntag 3. Oktober \ 20 Uhr
Sounds of Unridden Waves, a film by The Ghosts of Nothing, Australien 2021
("Sounds of Unridden Waves is the world's first feature length surf film without any human surfers presented as a work of conceptual art. Produced and created by The Ghosts of Nothing* (aka Sean Lowry and Ilmar Taimre), it was filmed on location in Australia, Fiji, Iceland, Bali, Ireland, Portugal, Tahiti and Hawaii by ten leading cinematographers, many of them well-known surf filmmakers and artists. This footage was then remixed, abstracted and set to an original soundtrack created by The Ghosts of Nothing… Like untamed entities that allegorically dwarf the insignificant mortality of the beholder, each successive wave and accompanying wall of ambient sound work together to build a quasi-narrative strangeness." https://soundsofunriddenwaves.com
Trailer: https://vimeo.com/581944932/f693bb44c2
*The Ghosts of Nothing is a fictional "band" formed in 2014 to perform a pseudonymous artist function within the contemporary artworld.)


K O N Z E R T
Freitag 15. Oktober \ 20 Uhr
Jasmine Guffond + Julia Reidy
sind Elektromusikerinnen aus Berlin
Gespräch mit anschließender Live-Sound-Video-Performance


K O N Z E R T
Dienstag 26. Oktober \ 20 Uhr
Zoë Mc Pherson
ist eine Electro-Musikerin aus Berlin
Gespräch gemischt mit vielen Hörbeispielen


K O N Z E R T
Donnerstag 28. Oktober \ 20 Uhr
Thomas Brinkmann
ist ein Minimaltechno-Musiker aus Berlin
Vortragsperformance über sein Album "Raupenbahn" (2019) mit vielen Hörbeispielen


K O N Z E R T
Samstag 30. Oktober \ 20 Uhr
Arnold Dreyblatt
ist Bildender Künstler und Komponist in Berlin
Gespräch mit anschließendem Live-Set





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PDF | edition #8





oqbo wird gefördert durch die zweijährige Basisförderung Bildende Kunst 2020/2021

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