AUSSTELLUNG
AUFGEHOBEN
JULIA ZIEGLER
Cyanotypie und Installation
Eröffnung \ Fr. 24. April 2026 \ 19 UHR
25. April — 30. Mai 2026
AUFGEHOBEN
Das Januswort "aufheben" handelt von Verlust oder Erhalt, steht einmal für "bergen" und ein anderes Mal für "verwerfen", kann "hochschätzen" oder "entwerten", "festhalten" oder "loslassen" bedeuten. Das klärt der Kontext.
Julia Ziegler zeigt in der gleichnamigen Ausstellung in der Galerie oqbo Installation und Cyanotypien und umkreist dabei dieses Thema.
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AUFGEHOBEN
Das Januswort "aufheben" handelt von Verlust oder Erhalt, steht einmal für "bergen" und ein anderes Mal für "verwerfen", kann "hochschätzen" oder "entwerten", "festhalten" oder "loslassen" bedeuten. Das klärt der Kontext.
Julia Ziegler zeigt in der gleichnamigen Ausstellung in der Galerie oqbo Installation und Cyanotypien und umkreist dabei dieses Thema.
Betritt man die Galerie, steht man einem Wandbild gegenüber, das durch einer Anordnung farbiger Rechtecke ein durchlässiges Objekt suggeriert und einen Raum dahinter - die Wand ist optisch aufgehoben. Abgebildet, in Anlehnung an eine Fotografie, ist ein Raumteiler von Charlotte Perriand*. Die Architektin und Designerin schuf mit ihrer Nuages (Wolken) genannten Serie von Regalen quasi schwebende Verhältnisse von Körper und Raum, sie stellte Präsenz und Auflösung zugleich her. Das Wandbild entpuppt sich beim Näherkommen als Collage aus farbigen Papieren, die Materialwahrnehmung kehrt sich um, die Wand kehrt zurück. In einem Regal kann man Dinge aufheben.
Auf den Bildern im Raum tauchen zwei weitere von Perriand entworfene Möbel auf. Ein Sessel erscheint als blaues Quadrat. In der berühmten LC4 - Liege liegt sie selbst, vom eigenen Schatten behütet.
Es sind ausschließlich Cyanotypien** zu sehen. Der Kern dieser Technik beruht darauf, dass man etwas ablegt und nach einiger Zeit wieder aufhebt. Das Aufgehobene bleibt als Aussparung vorhanden, vielleicht erkennbar als Buch, Löffel, Eisenbahn, oft aber ist das Bild diffus, abstrakt und formorientiert. Was kann man so einem Bild entnehmen?
Die Arbeiten entstanden im Umgang mit Objekten aus einem Nachlass, mit Eigenem, das sich irgendwie einfand, und mit gebrauchtem Arbeitsmaterial, das bewahrt und erneut eingesetzt wurde. Spur und Struktur bieten mehrfach lesbare Oberflächen an. Die Titel der Arbeiten geben zuweilen Hinweise.
In Regalen stehen die kleineren Dinge. Im Keller ist Platz für Sachen, die man vielleicht noch braucht. Das Weiterwandern eines Objektes verändert seine Wertung oder löscht sie aus und lässt weiße Flächen zum Überschreiben und für neue Projektionen entstehen.
Das Aufheben ist eine optimistische Tätigkeit.
* Charlotte Perriand, 1903 – 1999, war Architektin und Designerin. Als Assistentin Le Corbusiers entwarf sie die Innenausstattung für die Unite d'habitation, bevor sie sich selbstständig machte und unter anderem nach Japan ging und Häuser im Gebirge baute.
** Cyanotypie / Blaudruck ist ein fotografisches Verfahren, das 1842 vom Astronom Sir John Herschel entwickelt und von der Botanikerin Anna Atkins durch wissenschaftliche Pflanzendarstellungen bekannt gemacht wurde.
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VORSCHAU / UPCOMING

FILM
Freitag 22. Mai 2026 \ 19 Uhr
Edith Jud | Mizu no oto - Der Klang des Wassers
2024 | Japan, Germany | 110 Minuten
Edith Jud: Kamera/Ton/Text/Sprache/Musik/Produktion
Philipp Hartmann/Edith Jud: Endredaktion
Nanaé Suzuki: Kontakte/Übersetzungen
Steffen Wohlfarth: Technischer Support
Pablo Paolo Kilian: Tondesign/Schlussmischung
Tim Liebe: Farbkorrekturen
Der japanische Ursprungsmythos beschreibt die Entstehung der Inseln aus dem Meer, daraus hat sich die Ur-Religion Shintoismus entwickelt. Ein wichtiger Kanon ist die Gleichbedeutung des Menschen mit allen Elementen. Der Film basiert auf diesen Themen und geht ihren Spuren in der Gegenwart nach. Fragt, was es bedeutet, wenn die Natur genauso unvollkommen ist wie der Mensch. Wie gehen die Menschen damit um? Wie lebt es sich auf unruhiger Erde, umgeben von riesigen Wassermassen im wilden Pazifik – lange Zeit verschlossen gegenüber Fremden und deren Einflüssen?
Der Film besucht auf seiner Reise durch vier Klimazonen ursprüngliche Orte, beobachtet Menschen, die traditionelle Berufe und Riten im heutigen Alltag leben. Beobachtet sie beim Arbeiten, Genießen und Feiern. Er begegnet Frauen und Männern, die sich engagieren gegen die Zerstörung der Natur – und schaut staunend auf Begebenheiten am Wegesrand
oqbos paperfile geht auf Reisen.
Wir freuen uns über die Einladung zur Ausstellung Merry Company, die von Mai bis September 2026 in der Kunsthalle Barmen in Wuppertal stattfinden wird.
MERRY COMPANY
Eröffnung Samstag 23. Mai 2026 | 19 Uhr
24. Mai 2026 — 13. September 2026
Künstler*innen:
Matthias Aberle, Andy Benger, blue sugar boundaries, Bodo Berheide, Meltem Er, Valerie Feldhaus, Kati Heck, Josef Kirschner und Anja Stahl, Konsortium,
Wir sollten eine Gruppe gründen (mit Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal, der Hochschule Düsseldorf und der Universität Duisburg Essen),
Babu Noella mit Ubuntu, mackerinnenanstalt, oqbo | raum für bild wort ton, Cornelia Schleime, 6PACK
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oqbos paperfile geht auf Reisen.
Wir freuen uns über die Einladung zur Ausstellung Merry Company, die von Mai bis September 2026 in der Kunsthalle Barmen in Wuppertal stattfinden wird.
MERRY COMPANY
Eröffnung Samstag 23. Mai 2026 | 19 Uhr
24. Mai 2026 — 13. September 2026
Künstler*innen:
Matthias Aberle, Andy Benger, blue sugar boundaries, Bodo Berheide, Meltem Er, Valerie Feldhaus, Kati Heck, Josef Kirschner und Anja Stahl, Konsortium,
Wir sollten eine Gruppe gründen (mit Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal, der Hochschule Düsseldorf und der Universität Duisburg Essen),
Babu Noella mit Ubuntu, mackerinnenanstalt, oqbo | raum für bild wort ton, Cornelia Schleime, 6PACK
Gruppen, Rudel, Horden, Banden, Allianzen, Familien, Communities, Bubbles:
Menschen sind soziale Wesen und bestimmen selbst die Formen ihrer Gemeinschaft, sei es als Resonanzraum, Schutzraum oder Ort des Austauschs und der Verhandlung. Gemeinschaften entstehen nicht von selbst, sie entwickeln sich im Laufe der Zeit, sie können gelingen oder auch scheitern.
Zum Tag des Grundgesetzes nimmt die Ausstellung das Genre Motiv merry company zum Anlass Formen der Gemeinschaft zu erforschen: Unter welchen Bedingungen entstehen fröhliche Gemeinschaften? Was kann sie verhindern? Wie gelingt basierend auf Werten wie Freiheit und Solidarität gemeinsame Autor*innenschaft, geteilte Verantwortung und kollektive Wissensproduktion? Die Ausstellung eröffnet am 23. Mai 2026 um 19 Uhr in der Kunsthalle Barmen und auf dem Geschwister-Scholl-Platz. Sie zeigt neben kollektiven Kunstprojekten konkrete Beispiele aus historischen, urbanen, institutionellen und alltagskulturellen Kontexten sowie partizipative Arbeiten und Reflexionen über soziale Bedingungen
Merry Company lädt ein, Gemeinschaft nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben. In der Ausstellung sowie im Rahmenprogramm werden Besucher*innen Teil des Kollektivs und hinterfragen auf diese Weise Zugehörigkeit und Ausschluss.
KUNSTHALLE BARMEN
Geschwister-Scholl-Platz 4-6
42269 Wuppertal
https://kunsthallebarmen.de
kontakt@kunsthallebarmen.de
Offnungszeiten: Do - So: 14 –18 Uhr
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PDF | MERRY COMPANY
AUSSTELLUNG
Michael Bause | CITY OF PAPER
Urbane Schichtungen | Malerei und Collage
(1988 — 1992)
Eröffnung \ Fr. 5. Juni 2026 \ 18 Uhr
6. Juni 2026 — 11. Juli 2026

LESUNG und GESPRÄCH
Nanne Meyer | Augenblicklicht
Nanne Meyer und Cornelia Jentzsch
Mi. 17. Juni 2026 \ 19 Uhr

KONZERT
Art Critics Orchestra unplugged
Artists Song Programm
Fr. 26. Juni 2026 \ 19:30 Uhr
PDF | edition #13